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Berichterstattung direkt vom und über den Ausbau des Flutgrabens in Döbeln

Eröterungsveranstaltung mit LD und LTV

Lange wars ruhig hier. Das lag nicht nur an der Faulheit des Verfassers. Es ist einfach kaum etwas Nennenswertes geschehen. Die im April unterbrochene Sedimentberäumung wurde im Herbst beendet.

Die Webcam ist auch wieder angesteckt, da die große Eiche die Blätter abgeworfen hat und uns wieder durchschauen lässt.

Im Planfeststellungsverfahren ist wieder erkenntlich Bewegung

Wie bereits berichtet, mussten alle Beteiligten, die sich zum Planfeststellungsverfahren äussern wollten, diese Bedenken beim damals noch zuständigen Regierungspräsidium Leipzig eingereichen. Frist war der 15.02.2008. Mit der Kreisreform wurde dann die Landesdirektion Chemnitz (LD) zuständig. Von eben dieser bekam ich Mitte November ein Schreiben, dass vom heutigen 2. bis zum 4.12.2008 Erörterungstermine mit allen Beteiligten  im Rathaus stattfinden.
Zum Glück gibts noch humane Arbeitgeber, dass man so kurzfristig frei nehmen kann.

Diesem Schreiben war eine Stellungnahme zu meinen Einwendungen der Landestalsperrenverwaltung (LTV) beigelegt.
Es trägt weder eine Unterschrift noch einen Namen des Verfassers. Datiert ist es allerdings auf den 29.05.2008 Also genau ein halbes Jahr alt.
Ich finde es schon arg enttäsuschend, dass einem unmittelbar Betroffenen – welcher für diese Baumaßnahme einen nicht unerheblichen Teil seines Grundstückes hergeben muss – dann gerade einmal 2 Wochen Zeit zur Durcharbeitung dieser Stellungnahme gegeben wird.

Nun zum heutigen Tag.

Der Bürgermeister war zur Begrüßung gekommen und danach stellte die LTV das gesamte Vorhaben noch einmal kurz vor.

Der erste Tagesordnungspunkt war den Klein- und Großbauchlitzern vorbehalten. Diese beschwerten sich auch vehement, dass sie nicht mit in die Hochwasserschutzplanungen aufgenommen werden. Die Maßnahmen sollen sich lediglich bis Höhe Döbelner Klostergärten erstrecken. Bauchlitz ist somit minderpriorisiert. So direkt wollte das zwar niemand von den anwesenden Behördenvertretern aussprechen, der Tenor war allerdings entsprechend.
Die Herren der LTV versuchten die Anwesenden insoweit zu beruhigen, dass sichergestellt ist, dass sie keinerlei Nachteile durch den geplanten Flutschutz in der Döbelner Innenstadt haben. Ansonsten bleibt für sie alles beim Alten. Demnach auch kein verbesserter Schutz vor Hochwasser.
Die Beschwichtigung, dass ja gegebenenfalls später seperate Maßnahmen in Angriff genommen werden könnten, wirkte eher wie ein unverbindliches und leeres Versprechen.
So zogen die Anwohner und Firmenvertreter des Döbelner Vorortes rund um die Grimmaer Straße eher unbefriedigt von dannen.

Enttäuschend war für mich die geringe Teilnehmerzahl von nur reichlich einer Hand voll Bürgern. Dies wurde dann aber im 2.Teil des ersten Tages noch unterboten.

Es sollten die Einwände von Eigentümergemeinschaften, Wohnungsgesellschaften und Immobiliengesellschaften sowie sonstiger juristischer Personen gehört werden.

Keiner der Vermieter hatte einen Vetreter entsandt.
Lediglich der Pfarrer war anwesend und konnte mit seinen Einwänden teilweise befriedigt werden.
Nach einer halben Stunde war die Sache gelaufen.

Morgen wird es sicher länger gehen. Lt. Bekanntmachung werden die “Einwendungen der übrigen Betroffenen” erörtert. Ich hoffe doch mal stark, dass dann die Teilnahme und Mitsprache um einiges höher sein wird.


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